Angegrillt: Enders Urban im Test

Enders Urban Tisch-Gasgrill Test

Für die Aktion “Ein Grill geht auf Reisen” konnte ich einen brandneuen Enders Urban Tischgrill testen. Erfahrt hier, was der Gasgrill alles kann.

Der Enders Urban kam per Post, und mir kam das Paket schon bei der Annahme für einen Tischgrill recht schwer vor. Beim öffnen des Pakets fand ich zuerst den recht großen, fast rechteckigen Garraum mit rund 50cm Breite, 42cm Tiefe und knapp 20cm Höhe. Seitlich im Paket angeordnet und im Grill selbst waren die restlichen Anbauteile und Schrauben.

Enders Urban Gasgrill Verpackung

Die Montage ging dann recht schnell und einfach von der Hand: Die Füße wurden mit insgesamt vier Schrauben am Garraum fixiert, das Thermometer und der Handgriff am Deckel wurden angeschraubt. Unter der Garkammer befinden sich zwei Halterungen für die mitgelieferten Fettschalen, sie sind genau unter den beiden Brennern positioniert. Das Rost wurde eingesetzt, zuletzt kamen die leicht einsteckbaren Seitenteile an die Füße. Schlauch und Druckminderer waren natürlich ebenso im Lieferumfang enthalten. Der Enders Urban ist bei Amazon derzeit für rund 200 EUR im Angebot. Wie man sieht hatte ich die Tischgrill-Variante zum spielen, es gibt aber auch eine mit hohem Unterbau zum angenehmen Arbeiten auf Hüfhöhe.

Enders Urban Gasgrill

Auch wenn der Grill mit seinem Griff und dem Verschlussmechanismus am Deckel fast schon wie ein Koffer wirkt, ist er wohl nicht für das handliche Tragen seitlich vom Körper gebaut. Man muss die Seitenteile entfernen und kann ihn dann mit den Griffen an den Standfüßen vor dem Körper mit beiden Händen tragen – Was bei rund 14 Kg Gewicht mit Rost auf Dauer nicht ganz einfach ist. 😉

Die Brenner des Enders Urban

Enders Urban Grill BrennerDie zwei Brenner haben eine runde Flammenanordnung, wie man sie von Outdoor-Kochstellen kennt. Sie leisten jeweils maximal 2,2 kW, mit insgesamt 4,4 kW hat der kleine Urban also ordentlich Power. Die Brenner werden über stufenlose Regler an der Front gesteuert, so kann die Temperatur mit etwas Übung ziemlich genau eingestellt werden. Rund 100°C scheint die Minimaltemperatur laut Deckelthermometer bei einem 15 Minuten laufenden Brenner (und sommerlichen Temperaturen) zu sein. Somit sind bei indirektem Grillen theoretisch auch Gerichte aus dem “low and slow”-Bereich möglich, was ich für einen Grill dieser Größe wirklich toll finde. Denkbar ist dann auch eine Smokebox mit Räucherholz auf dem Topfständer, ich habe das aber (noch) nicht ausprobiert. 😉

Die Brenner werden mit einer batterielosen Piezo-Zündung an der Gerätefront gestartet. So kann man auch nur auf einer Hälfte direkt oder indirekt grillen und die andere Hälfte anderweitig nutzen…

Enders Urban Brenner mit TopfständerTopfständer unter dem Rost

…zum Beispiel zum kochen. Die abnehmbaren Topfständer über den Brennern sind nämlich eine super Sache. Durch das Entfernen des Grillrosts kann man einen Topf auf den Ständer stellen und gemütlich kochen, während man nebenan grillt – Oder man kann den offenen Brenner als indirekte Hitzequelle nutzen. Wenn man dann wieder mehr Grillfläche benötigt: Rost einsetzen und losgrillen. Die Topfständer können nämlich auch beim Grillvorgang stecken bleiben.

Das Grillverhalten

Die Grillfläche hat eine Länge von 48cm und eine Breite von 32cm. Zwischen Rost und Deckel liegen ca. 8cm am Rand und 10cm Freiraum in der Mitte des Garraums. Das Gussrost ist in zwei Teile aufgeteilt. Darunter befinden sich die zwei separat steuerbaren Brenner. Der Enders Urban wird für seine respektable Größe bei voller Last recht schnell warm. Für das erste Aufheizen zum Ausbrennen habe ich die erforderlichen 350°C nach knapp 12 Minuten erreicht – Aber das ist ja nicht das Standard-Procedere. 😉

Deckelthermometer Enders Urban4 Minuten nach dem Anzünden zeigt die Nadel 200°C, danach steigt die Temperatur weniger schnell an. Nach rund 6 Minuten ist das Rost bei rund 300°C und damit bereit für die ersten Steaks. Backen kann man natürlich vorher schon.

Durch die zwei sehr fein steuerbaren Brenner kann man die Temperatur super kontrollieren, sodass der Enders Urban Tischgrill mit meiner Griddleplate von grillrost.com zu einem mobilen Backofen wird. 😉 Ich habe schon ein paar süße Flammkuchen als Dessert gebacken und war von der umgewälzten Hitze von oben sehr angetan. Das Rost selbst heizt recht gleichmäßig auf, hier gibt es nichts zu bemängeln.

Enders Urban: Testergebnis

Ein schwerer Brocken für einen “mobilen” Grill, der mich aber total überzeugt hat. Der Enders Urban macht mir richtig Spaß und bietet durch sein teilbares Gussrost und den Topfhalter etliche Einsatzmöglichkeiten. Abseits von kurzgebratenen Steaks, Würstchen und kleinen Spießchen kann man unterwegs so den ein oder anderen Braten zaubern, Brot und Brötchen backen und vielleicht sogar ein kleines Pulled Pork für ein paar Stunden auflegen.

Hier noch ein paar Fotos vom Enders Urban im Einsatz. 🙂

Jetzt geht der Urban erstmal weiter auf Reisen – Von mir zum nächsten Blogger. Und ich bin gespannt, was die geschätzten Kollegen mit dem guten Stück alles anstellen! 😉 Mehr Artikel rund um den Enders Urban seht Ihr bald auf der Facebook-Seite “Ein Grill geht auf Reisen”, die ich oben im Text verlinkt habe.

Habt Ihr schon auf dem Enders Urban gegrillt? Wie sind Eure Erfahrungen? 🙂

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