Krustenbrot aus dem Dutch Oven

Kaffee Krustenbrot aus dem Dopf Dutch Oven

Wer einmal ein Krustenbrot im Dutch Oven gebacken hat weiß, wie verdammt lecker frisches Brot sein kann. Mit diesem Rezept zaubert Ihr ein wunderschön geformtes, offenporiges Brot mit einer herrlichen Kruste.

Kaffee KrustenbrotFür die Zubereitung vom Krustenbrot brauchen wir nur etwas Mehl, Grillbriketts oder einen Ofen, eine Küchenwaage und natürlich einen Dutch Oven. 😉 In diesem Rezept habe ich Caro Landkaffee aus dem Supermarkt beigemischt, um dem Brot etwas mehr Geschmack zu geben. Das Rezept funktioniert aber auch super ohne – Wer mag, kann auch statt des Wassers einen Teil gebrühten Kaffee nehmen.

Ich habe einen FT6 von Petromax, der knapp 6 Liter Fassungsvermögen hat und damit neben Eintöpfen auch für ein großes Brot sehr gut geeignet ist. Der Dopf wurde für dieses Rezept kurzerhand in den Ofen gestellt, weil sich da die Temperatur einfacher regulieren lässt. Mit ein paar Briketts können geübte Dopfer aber auch das gleiche Ergebnis erreichen.

Die Zubereitung vom Krustenbrot

Kaffee KrustenbrotSchritt 1: Der Teig

Für ein klassisches Krustenbrot braucht man keine Küchengeräte, die amerikaner nennen das “no knead bread”. Wir platzieren deswegen eine große Schüssel auf einer Küchenwaage und geben folgende Zutaten hinein:

  • 760g Mehl Typ 550
  • 560g lauwarmes Wasser
  • 1,5 Päckchen Trockenhefe
  • 2 TL Salz
  • Optional: 4 EL Caro Landkaffee

Mit der Hand wird nun alles durchgemischt, bis ein klebriger Teig entsteht. Je weniger man hier mischt, desto stärker wird die später offenporige Charakteristik vom Krustenbrot zur Geltung kommen. Danach wird die Rührschüssel abgedeckt und der Teig darf an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen.

Schritt 2: Anwärmen des Dutch Oven

Wenn der Teig 15 Minuten geruht hat und leicht aufgeht, stellen wir den Dopf ohne Deckel in den Ofen und wärmen ihn für ein paar Minuten bei 50°C an, bis er lauwarm ist.

Kaffee KrustenbrotSchritt 3: Den Teig auslösen

Zuerst muss eine Fläche auf der Arbeitsplatte vorbereitet werden. Dann werden die Hände gut bemehlt und man kann den Teig mit den Fingern oder einem Spachtel von der Schüssel trennen. Dabei sollte man immer wieder die freigelegten Stellen vom Teig bemehlen, damit der Teigling nicht wieder an der Schüssel festklebt.

Man arbeitet sich nach unten und trennt dann auch den Boden auf diese Weise vom Gefäß, bis der Teigklumpen vollständig gelöst ist und aus der Schüssel auf die bemehlte Fläche rollen kann. Sieht sogar fast schon aus wie ein Krustenbrot, aber wir sind noch nicht fertig… 😉

Kaffee KrustenbrotSchritt 4: Das Brot falten

Zuerst wird der Teigling etwas gestreckt. Dann werden die Enden zur Mitte hin gefaltet, sodass ein ungefähres Viereck mit drei Schichten entsteht. Hier muss auch immer wieder leicht Mehl gestreut werden, sodass der Teig nicht auf der Arbeitsfläche kleben bleibt. Anschließend wird der gefaltete Teig nochmal halb umgeklappt, als hätte man ein geschlossenes Buch vor sich. Dieses Buch stellen wir jetzt mit der sich öffnenden Seite in den warmen und mit Mehl bestäubten Dutch Oven, und lassen es so eine runde Form annehmen.

Schritt 5: Den Teig gehen lassen

Jetzt kann der kalte Deckel aufgesetzt werden und der Dopf kommt in den noch lauwarmen Ofen. In einer Stunde treibt die Hefe den Teig in die Höhe und formt ein wunderschönes Krustenbrot. Weil der Teig nicht lange geknetet wurde und die Glutenstruktur nicht stark ausgebildet ist, entstehen auch die charakteristischen Risse in der Kruste von ganz alleine.

Kaffee KrustenbrotSchritt 6: Das Krustenbrot ausbacken

Der Ofen wird jetzt auf 220°C Umluft gestellt und das Brot bleibt für 45 Minuten unangerührt im Ofen. Man riecht schon nach wenigen Minuten, dass hier ziemlich leckeres Brot gebacken wird. 😉 Nach den ersten 45 Minuten wird dann der Dopf aus dem Ofen geholt und der Deckel abgenommen. Das Brot ist wunderschön aufgegangen und sieht toll aus, dampft aber noch sehr stark.

Würden wir den Laib jetzt einfach nur ausdampfen lassen, würde die Kruste an der Oberseite durch den austretenden Dampf wieder aufweichen. Daher kommt der ganze Dopf ohne Deckel nochmal für 10 Minuten bei 160°C Umluft in den Ofen, so wird die Kruste knusprig und fest.

Schritt 7: Geduldig sein.

Das Brot wird aus dem Dopf genommen, das klappt wegen der festen Kruste mit einem Pfannenwender und einem Handtuch ganz gut. Auf einem Rost kann das fertig gebackene Krustenbrot dann abkühlen und noch etwas Feuchtigkeit verdampfen, so entstehen keine weiche oder matschige Stellen.

Nach etwa einer Stunde kann das Krustenbrot endlich angeschnitten werden, ohne dass Feuchtigkeit verdampft und der Brotlaib somit trocken wird. Schon mit gesalzener Butter ist das Brot ein echter Leckerbissen, ich esse aber auch sehr gerne Pastrami-Sandwiches wie z.B. das Anti Hangover Sandwich.

Viel Spaß beim Nachbacken, ich freue mich über Euer Feedback! 🙂

13 comments

  • Hab’s in sich probiert. In nem ft9. Is so gut wie durch von der Zeit bzw eigtl schon drüber. Kruste oder schön braun leider Fehlanzeige…. sieht eher aus wie die Resultate der fertigbackmischungen die ich von damals zuhause kenn. Zwar aussen etwas fester aber nix was einer Rinde gleich kommt 😀

    Vll hab ich die Hitze einfach nicht herbekommen? Waren acht briketts unten und 18 oben. Hab aber Backpapier auf rein. Nicht eingemehlt und direkt in den Dopf.

    Grüße Bastian

    • Hi Bastian! Dann fehlte Hitze oder etwas mehr Zeit, Backpapier und Mehl sollten nicht so viel ändern. VG

  • Danke fürs Rezept! Werde ich am Wochenende im ft3 mal ausprobieren, würde da aber die Backzeit auf 30-35 Minuten reduzieren, oder was denkst du?

    • Ja, beim FT3 würde ich früher mal schauen, wie die Kruste ist. Nicht zu oft öffnen, sonst wird’s trocken. Gutes Gelingen! 🙂

  • Mein Brot ist festgebacken… 🙁 nichts desto trotz schmeckt es wahnsinnig lecker….

    • Hi Michaela, das ist schade! Hast Du den Boden des Dopfs ausreichend mehliert? Es klappt bestimmt beim nächsten mal! 🙂 VG

  • Im Prinzip gebe ich dir auch recht,doch es ist keine Totsünde wenn man das Brot mal im Duth oven im Herd macht.Nennen wir den Duth doch einfach Gusseiserne Topf und schon ist das Problem gelöst 🤔🤔🤔😜😜😜

    • Hehe! 😀 Ja, auch im Backofen kann man getrost das Brot dopfen. Habe ich auch schon gemacht, aber pssst…! 😉

  • Sehr gut beschrieben.
    Aber.
    Ein Dutch Oven gehört meine Meinung nach nur auf den Lagerfeuer und nicht in ein Backofen rein wo man 160°C einstellen kann. Nich desto trotz kann man es auch im Freien wiederholen. Und alles was vom Dutch Oven kommt schmeckt auch wunderbar.
    Gruß Axel

    • Mit der Kritik hast Du nicht ganz Unrecht. 😉

    • Haste mal keine Kohle dann geht auch der Backofen.
      Ist doch kein verbrechen oder ?
      Habe auch gerade das Brot im Dutch Oven ( E-Herd) gemacht weil ich aus
      Gesundheitlichen Gründen noch nicht raus kann ( Knie OP )
      Das Brot ist der Hammer.
      Hoffendlich bekomme ich es auch später mit Holzkohlenbriketts so gut hin!!!

      • Wenn der erste Testlauf gut war, wird der Versuch mit Briketts bestimmt auch Gelingen. 😉 Wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß und eine gute Besserung! 🙂

      • Danke auch.

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