Angegrillt: Landmann Gas-Räucherofen im Test

Angegrillt: Landmann Gas-Räucherofen im Test

*Werbung* Seit einigen Monaten läuft bei mir der Landmann Gas-Räucherofen in regelmäßigen Abständen – Zeit für ein erstes Fazit!

Der Gas-Räucherofen kommt von Landmann, die inzwischen ein breites Angebot an allen Grilltypen haben. Den „Pellet Kettle“ Pelletsmoker habe ich ja bereits vorgestellt, nun möchte ich aber ein wenig auf den Gas-Räucherofen eingehen.

Zahlen, Daten und Fakten

Landmann Gas Räucherofen - Vertical SmokerDer Gas-Räucherofen kostet derzeit 399,- EUR, damit liegt er im Segment der kompakteren Räucheröfen im oberen Bereich. Der Brenner leistet maximal 3,2 kW und heizt damit auf Temperaturen bis ca. 250 °C. Aufgebaut wiegt der Räucherofen knappe 25 Kilo, mit zwei Rollen und einem Griff auf der Rückseite ist der Grill aber gut bewegbar.

Mit einer Standfläche von 52 x 58 cm und einer Höhe von 95 cm ist er sehr kompakt, sodass ich ihn auch gerne bei Grillkursen mit im Gepäck habe. Da macht er sich sehr gut und ist ein Hingucker, was vor allem an der Sichtscheibe liegt. Auch die unübliche Belastung beim Transport steckt der Räucherofen bisher ohne jegliche Schäden oder Wackler weg.

Aufbau und Lieferumfang

Der Grillkörper ist komplett vormontiert. Roste, Halterungen, Wasserschale und Räucherbox sind zusätzlich verpackt, und so ist der Grill in wenigen Minuten einsatzbereit. Mitgeliefert werden auch Gasschlauch, Druckminderer und ein Satz Fischhaken.

Temperaturbereiche beim Räuchern

Wie oben erwähnt, kratzt der Gas-Räucherofen am oberen Rost knapp an der 250 °C-Grenze. Das ist ordentliche Power, die sogar für die eine oder andere Pizza reicht. Viel wichtiger ist für mich aber der recht niedrige Temperaturbereich ab rund 80 °C, je nach Außentemperatur. So können mit dem Gas-Räucherofen auch Käse, Fleisch und Fisch schonend heißgeräuchert werden. Mit dem einstellbaren Schließmechanismus der zweiteiligen Tür kann zusätzlich Wärme abgeführt werden, sodass auch ein sanftes Warmräuchern bei unter 60 °C möglich sein sollte.

Beef Jerky im Landmann Gas-Räucherofen 14101

Wer eine zusätzliche Räucherschnecke hat, kann den Räucherofen auch ohne Gas zum Kalträuchern z. B. für Filetschinken nutzen. Getestet habe ich das aber noch nicht. Ab ca. 90° C beginnt das „Niedrigtemperaturverfahren“. In diesem Bereich bis 150 °C fühlt sich der Räucherofen von Landmann am wohlsten, zumindest liegen bei mir als BBQ-Liebhaber viele Gerichte in diesem Bereich, z. B. die Chicken Lollies oder dieser geräucherte Camembert. Auch die klassische Forelle fühlt sich bei Temperaturen knapp unter 100 °C sehr wohl und wird so zum Gaumenschmaus – ein Rezept folgt bald!

Jenseits der 150 °C kann man dann wieder von „backen“ oder „grillen“ sprechen, je nach Verwendung. Fakt ist: Mit dem Landmann Gas-Räucherofen geht alles, was nicht direkt über der Flamme zubereitet wird.

Die Grillfläche

Flexible Rosthalterung beim Landmann Gas-Räucherofen
Flexible Rosthalterung beim Landmann Gas-Räucherofen

Insgesamt sind neben vier Fischhaken auch vier Edelstahlroste im Lieferumfang enthalten. In der ersten produzierten Serie waren diese noch verchromt, Landmann hat hier aber nachgebessert. Die Roste haben eine Abmessung von 36 x 31 cm, dadurch liegt die gesamte Grillfläche bei großzügigen 4.464 cm² (zum Vergleich: 57er Kugelgrill = 2.552 cm²).

Eine Besonderheit ist aber nicht die reine Grillfläche, sondern die Flexibilität bei der Positionierung der Roste: Die herausnehmbaren Schienen können mit Haken leicht auf die gewünschte Höhe gesteckt werden, so lässt sich der vorhandene Platz bei starker Auslastung sehr effizient nutzen. Außerdem können die Roste in den Halterungen rund ein Drittel hervorgezogen werden, was das Arbeiten am Grillgut merklich vereinfacht. Für die oben erwähnten Haken befinden sich an der Decke zwei Schienen, in das z.B. Fleisch oder Fisch eingehangen werden kann.

Die Reinigung

Ich war zu Beginn etwas skeptisch, denn als Kind hatten wir einen Kamin mit Glasscheibe im Wohnzimmer. Die Ablagerungen waren immer recht hartnäckig, und so musste für einen klaren Blick auf die Flammen intensiv gewischt werden. Die Reinigung der Glasscheibe des Räucherofens ist zum Glück aber leichter als ich das erwartet hätte, denn durch die zumeist moderaten Temperaturen im Grill brennen keine Spritzer fest. So reicht ein wenig Spülwasser in der Aufheizphase für den richtigen Durchblick. Auch die Roste sind wenig pflegeintensiv, sie kommen gelegentlich mit in die Spülmaschine (weil ich meistens nicht alle Roste verwende). Die Tropfschale habe ich mit Alufolie ausgekleidet, das erspart mir auch hier das Wischen.

Räucherbox und Wasserschale

Landmann Gas-Räucherofen: Räucherbox mit HolzDie emaillierte Wasserschale befindet sich über der Räucherbox und dem Brenner. Somit wird der Gas-Räucherofen zum Watersmoker, einem Grill mit leichter Dampfgarfunktion. Wie auch die Roste können Wasserschale und Räucherbox etwas hervorgezogen werden.

Der Fettfang befindet sich als Schublade an der linken Seite des Grills, wo er auch im laufenden Betrieb kurz geleert werden kann – ein Großteil der Flüssigkeiten landet aber in der Wasserschale, sodass der Fettfang bei mir lange auf den ersten Tropfen warten musste.

Landmann Gas-Räucherofen: Das erste Fazit

Inzwischen hat sich der Landmann Gas-Räucherofen gut eingelebt und wird sehr häufig genutzt. Das indirekte Grillen bzw. Smoken mit Gas ist um ein Vielfaches bequemer als im holz- oder kohlebefeuerten Grill, natürlich auch weil Vorbereitungsroutinen eigentlich komplett entfallen. Das Räuchern und Smoken funktioniert super, so gelingen „schnelle“ Gerichte genauso gut wie Pulled Pork, Pulled Beef und andere „Longjobs“. Ein Vorteil ist für mich, zumindest im Vergleich zum Pelletsmoker, dass die Rauchzugabe an einem gewünschten Punkt unterbunden werden kann.

Babyback Ribs aus dem Landmann Gas SmokerDie stufenlose Gaszufuhr ist im niedrigen Bereich angenehm sensibel, was eine akkurate Temperatureinstellung ermöglicht. So können auch Steaks bei moderater Hitze schonend vorgegart werden. Ich mag den „vertical smoker“ von Landmann, er ist vielseitig einsetzbar und verrichtet sein Werk bisher ohne einen großen Kritikpunkt. Der Räucherofen ist sehr solide und äußerst flexibel. Ein Hingucker ist und bleibt das Sichtfenster, durch das man das Grillgut immer im Auge hat.

Mir macht der Grill Spaß – und Euch? Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Modell?

 

Hinweis: Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil ich eine Marke nenne.  Die eindeutige Kennzeichnung solcher Inhalte als „Werbung“ ist seit Einführung der DSVGO zwingend erforderlich. Es handelt sich aber hier nicht um einen Werbetext, die Vorstellung des Grills legt ausschließlich meine persönliche und nicht beeinflusste Meinung zum Gasgrill dar, mit all seinen Vor- und Nachteilen.

8 comments

  • Hi ThomasH. Danke für den Bericht. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Informationen man über den Räucherofen im Internet findet. Selbst auf der Landmann Internetseite ist nichts zu finden. Man muss sich für genauere Infos (Fotos etc.) direkt an den Hersteller wenden. Warum die den Räucherofen nicht im Internet präsentieren, ist mir schlicht ein Rätsel. Irgendwie wollen die das Gerärt wohl nicht bewerben / verkaufen. Ich weiß, den Ofen gibt es erst seit ein paar Monaten, aber es bieten Ihn auch nur wenige Händler zum Kauf an.
    Schön, dass Du etwas über den Räucherofen schreibst.
    Vielleicht kannst Du noch angeben, wieviel Liter Wasser in die Wasserschale passt? Ich meine die Wasserschale beim Landmann ist kleiner als beim Portland.
    Wie funktioniert das denn mit dem Rauchabzug hinten, hat der Ofen genug zug?
    Du schreibst, dass der Ofen nicht ganz dicht ist. Wo kommte denn Rauch raus? Die Türen sind doch mit Dichtband abgedichtet, das ist ein großer Vorteil gegenüber dem Portland.
    Ich bin man gespannt, ob jemand seine Erfahrung über den Grill schreibt, da gefühlt den kaum jemand bis keiner hat – da eigentlich recht teuer (der vielgelobte Portland – die Pulled Pork Maschine – ist um einiges günstiger und damit attraktiver).

    Viele Grüße aus Unna

    • Danke für den ausführlichen Kommentar! In der Tat findet man noch sehr wenig über den Grill, aber ich hoffe dass sich das bald ändert. Nun zu Deinen Fragen: In die Wasserschale passen rund 3 Liter, sie ist quasi wie ein tiefes Backblech geformt. In der Praxis habe ich aber meistens eine separate Schale unter dem Essen, einfach weil ich so „sauberer“ Fleischsaft etc. für BBQ-Saucen auffangen kann. GN-Schalen passen in jedem Fall rein.
      Der Rauch tritt trotz Gummiband aus, es qualmt ein wenig am Thermometer und an der Scheibe, sieht man in einem Instagram-Video ganz gut, das ich kürzlich gepostet habe. Die geschlossene Tür lässt sich mit Muttern einen Spalt öffnen, um zusätzlich Wärme abzuführen. Ansonsten zieht die Hitze an einem Abluftregler auf der Rückseite aus – Über zu wenig Zugluft kann ich mich nicht beschweren. :-) Hoffe das hilft Dir! VG

  • Danke für den Bericht! Das sich weitere Anbieter auf dem Markt positionieren war klar. Der Mehrwert zum El Fuego Portland (den ich besitze) erschließt sich mir persönlich jedoch nicht. Die Maximaltemperatur ist unnötig, ist ja schließlich ein Räucherofen. Scheiben in Räucherofen finde ich ebenso unnötig, und sind oftmals ein Garant für Temperaturunterschiede im Garraum. Optisch durchaus ansprechend, und dass er (Im Gegensatz zum Portland) hinten nicht abgerundet ist (Stichwort: GN-Behälter) sind Pluspunkte. Bleibt also das Preis-Leistungs-Verhältnis ;)

    • Hi Waldemar! Klar, es ist ein Räucherofen, aber wenn man damit auch Braten machen und backen kann, ist das ja kein Minuspunkt. Dass die Scheibe etwas an der Temperatur verändert kann ich so nicht bestätigen. Sehe da auch keine physikalische Grundlage für, da Glas ein schlechterer Wärmeleiter ist als Metall. Über den Preis kann man aber disktuieren, das lässt sich nicht von der Hand weisen. ;-) Danke in jedem Fall für den Kommentar und LG

      • Hallo Thomas!
        Da der Ofen nicht isoliert ist wird sich wohl beim normalen Räuchern temperaturmäßig nicht viel tun, da hast du Recht. Wo die Wärme bei bis zu 250 Grad hingeht ist da sicherlich ne andere Frage. Wenn ich das richtig sehe ist die Scheibe nur eingeklemmt und nicht abgedichtet? Wie siehts mit Verrußung der Scheibe aus? Die klassischen Räucheröfen mit Scheibe sind mMn nur was für Putzfetischisten :)
        LG

      • Die Scheibe ist eingeklemmt und mit einem Gummiring abgedichtet. 100% dicht ist er nicht, aber welcher Grill ist das schon?! Zum Ruß auf der Scheibe habe ich was im Text geschrieben: Überhaupt kein Problem, weil der Grill fast ausschließlich ‚low and slow‘ läuft. Kein Anbrennen, die Reinigung mit nasser Küchenrolle ist super einfach. LG

  • Schöne Vorstellung, vielen Dank. Der Grill gefällt mir auf den ersten Blick besser wie der El Fuego Portland auch wenn etwas teurer. Die beiden stehen gerade in der engeren Auswahl. Grüße aus dem Pott

    • Hm, mit einem direkten Vergleich kann ich Dir leider nicht dienen. Den Portland habe ich bisher nur zweimal in Aktion gesehen, das reicht nicht für ein solides Urteil. :-/ LG aus Köln

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