Double Candy-Bacon-Cheeseburger mit Wagyu-Beef von OTTO-GOURMET

OTTO GOURMET Double Wagyu Cheeseburger

Oh, was hab ich mich auf dieses Paket gefreut… mein Wagyu-Fett war leer, und irgendwie hatte ich nochmal Gelüste auf einen ganz besonderen Burger: Wagyu-Beef. Nachdem ich Dan Morgan auf der Internorga 2015 in Hamburg endlich persönlich kennenlernen durfte war klar, dass ich diesmal die Burgerbrötchen und Wagyu-Patties von der Morgan Ranch in Nebraska bestelle.
Mittags wurde das Paket angeliefert, und nach Feierabend konnte ich mich dann an’s Auspacken begeben: zwischen ausreichend und noch gefrorenen Eisbeuteln und Trockeneis-Packs waren die Buns und das Wagyu-Beef – und natürlich mein inzwischen heiß geliebtes Wagyu-Fett. Nach dem Auftauen über fast 24 Stunden ging’s dann ran an den Speck – im wahrsten Sinne des Wortes!

 

Denn es gab, passend zum süßlichen Wagyu-Aroma, herzhaften Candy-Bacon. Aber Candybacon mit braunem Zucker oder Ahornsirip kann ja jeder! Nachdem ich in den letzten BBQ-Lektüren immer wieder über “molasses” gestolpert bin, habe ich selbst schon Rübenkraut (Zuckerrübensirup, oder “Seem”, wie man hier in Köln sagt ;-)) für die Memphis Style BBQ Sauce verwendet. Als Kind habe ich den süßen Brotaufstrich schon geliebt – also warum nicht mal Bacon damit machen? Den Bauchspeck, möglichst dick geschnitten, habe ich nach dem kurzen Anbraten dann mit dem Rübensaft karamellisiert. Der Bacon bekommt dadurch einen ganz besonderen Geschmack: die kernige Note der Rübe bringt ein feines Aroma von Toffeecaramel an den Bacon und gibt ein bemerkenswert klebrig-volles Mundgefühl. Achtet nach dem Zubereiten aber darauf, dass der Bacon beim Abkühlen nicht komplett anklebt bzw. ihr ihn beim Erkalten mit dem Messer vom Boden löst.

Auf die Unterseite des Burgerbrötchens kommen ein paar getrocknete Tomaten, für die Oberseite mischen wir uns aus 2 EL Mayonnaise, ½ TL Currypulver und 1 TL Limettensaft eine erfrischende Limetten-Curry-Mayo. Ein Tipp: Man sollte die Mayo ein paar Stunden ziehen lassen, so wird der Geschmack um ein vielfaches intensiver. Die fruchtige Note passt später hervorragend zur Schärfe des Rucola.

Das Fleisch wird dann ordentlich gesalzen und kommt bei knapp 240°C in die Pfanne – Tipps hierzu findet Ihr im Artikel zum perfekten Braten in der Pfanne. Was bei mir inzwischen nicht mehr fehlen darf, ist ein Teelöffel vom Wagyu-Fett in der heißen Pfanne. Das gibt am Ende ein viel runderes, volleres Mundgefühl und einen überwältigenden Geschmack.

 

Das Wagyu-Patty bekommt eine tolle Kruste, zieht sich aber leider etwas zusammen. Hier empfiehlt sich ein häufiges Wenden der Patties, um die Krümmung durch Hitze auf der anderen Seite auszugleichen. Das Patty spritzt nicht und verteilt einen wunderbar herzhaften Geruch in der ganzen Küche.

Nach etwa zwei Minuten Bratzeit kommen jeweils zwei Scheiben Cheddar auf jedes Patty. Kurz einen Spritzer Wasser rein, Deckel drauf und den Käse zerlaufen lassen – fertig!

 

Köstlich, dieses Biest! Das Fleisch ist weich und saftig, buttrig und leicht süß – typisch Wagyu eben! Das Fleisch ist grob gewolft und das Patty ist cremig und zart – der niedrige Schmelzpunkt vom Fett erfüllt seine Pflicht und füllt die Fleischfasern mit Aromabomben auf. Die feine Salzkruste spielt mit dem süßen Bacon, die Schärfe vom Rucola geht toll in der Limetten-Curry-Mayonnaise auf. Die getrockneten Tomaten geben eine herzhafte Frische und ein würzig-süßes Aroma, welches den Burger insgesamt gut abrundet.

Fazit: Knappe 24,- EUR für die vier Burger samt Brötchen plus 9,- EUR Versandkosten bringen den Burger – mit weiteren Zutaten – auf ungefähr 9,- EUR. Ein Burger mit deutschem Standard-Hackfleisch kann in guten Restaurants auch gerne mal knappe 10 EUR kosten, das Preis-/Leistungsverhältnis ist in Anbetracht der Fleischqualität also top. Die Konsistenz vom Patty im rohen Zustand, der Duft beim Anbraten, … das Zubereiten ist für alle Sinne schon etwas besonderes, und das ganze Erlebnis geht beim Essen weiter: das erfüllende Mundgefühl durch Saftigkeit beim ersten Reinbeißen, die buttrig-herzhaften Aromen vom Wagyu und der sanfte Schmelz, der im ganzen Burger aufgeht – ein Traum!

Wer die Clique also nicht immer in der Burgerbude um die Ecke treffen will, kann mit ein paar Euro Vorkasse sein Premium-Burger-Restaurant für einen Abend zuhause eröffnen. ;-)

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