Sauerteig mit Trockenhefe

Sauerteig mit Trockenhefe ansetzen

Keine Angst vor’m Sauerteig: Die Herstellung ist super leicht, auch mit Trockenhefe! Hier geht’s zu meinem Rezept für einen Sauerteigansatz mit Roggenmehl.

Sauerteige wirken auf Hobbybäcker anfangs oft wie großes und aufwändiges Hokuspokus, aber eigentlich sind Sauerteige sehr umgängliche Freunde für tolle Brote. Es braucht ein paar Tage Zeit, aber das sollte auch absolute Brotbackanfänger nicht vom Ansetzen eines Sauerteiges abhalten. In den nächsten Zeilen erkläre ich Euch, wie selbst Frischhefemuffel zum perfekten Sauerteigansatz kommen. Und falls ihr nicht wisst, was ihr mit dem fertigen Ansatz machen sollt: Kein Problem, im Text unten ist auch ein leckeres Sauerteig-Roggenbrot verlinkt.

Sauerteig mit Trockenhefe ansetzen

Tag 1:

  • Sauerteig mit Trockenhefe ansetzen4 Gramm Trockenhefe
  • 80 g Roggenmehl Type 1150
  • 80 g Dinkel- oder Weizenmehl Type 1050
  • 200 g kaltes Leitungswasser

Das Wasser wird in einen Teller gegeben, dazu kommt die Trockenhefe und beide Mehle. Die Masse wird verrührt, bis ein dünnflüssiger Brei entstanden ist. Dieser wird mit einem Küchentuch abgedeckt und für 24 Stunden in der Warmen Küche stehen gelassen.

Wer statt Trockenhefe doch lieber frische Hefe verwenden möchte, kann ca. 12g (1/4 Würfel) in lauwarmem Wasser auflösen und dann das Mehl hinzugeben.

Tag 2:

  • 50 Gramm Roggenmehl
  • 50 Gramm Wasser

Das Volumen hat sich vergrößert und der Teig riecht leicht säuerlich, wer vorsichtig mit dem Finger probiert stellt aber noch einen eher von Hefe geprägten Geschmack fest. Um die Säuerung weiter voran zu treiben, werden 50 Gramm Roggenmehl und 50 Gramm Wasser zugegeben, die Masse wird verrührt und wieder für 24 Stunden in der warmen Küche abgedeckt stehen gelassen.

Tag 3:

  • 50 Gramm Roggenmehl
  • 50 Gramm Wasser

Das Procedere von Tag 2 wird wiederholt, erneut muss man sich 24 Stunden gedulden.

Tag 4:

Jetzt ist der Sauerteigansatz fertig, und beim Heben des Küchentuchs merkt man auch sofort den säuerlichen Duft. Die Masse wird halbiert, eine Hälfte wird in ein mittelgroßes Einmachglas gefüllt und kann dann für ein weiteres Brot bis zu einer Woche im Kühlschrank gelagert werden. Die andere Hälfte wird dann zum Backen verwendet, zum Beispiel für dieses leckere und saftige Roggenbrot.

Sauerteig mit Trockenhefe ansetzen

„Den langen Hermann füttern“

Bei uns hieß der Sauerteig in Kindertagen „langer Hermann“, und „der Hermann“ musste gefüttert werden. So überlebten die Sauerteige teilweise viele Jahre und entwickelten dabei auch immer mehr Geschmack. Um den Sauerteigansatz im Kühlschrank vergrößern und mehr als nur ein Brot backen zu können, wird der Teig aus dem Einmachglas mit 160g Roggenmehl und 200 Gramm Wasser in einem Teller verrührt, bis ein weicher Brei entsteht. Der Brei ruht, mit einem Küchentuch abgedeckt, erneut für 24 Stunden in der warmen Küche. Am nächsten Tag wird die Menge wieder halbiert. So hat man wieder einen Ansatz für den Kühlschrank und einen für das nächste Brot – Und das große Brotbacken kann von vorne beginnen.

Gutes Gelingen! Ich Eure Meinungen und Fragen freue ich mich in den Kommentaren. :-)

4 Kommentare

  • Mir geht es genauso, alles so gemacht und nun würde ich gerne ein Brot backen..kannst du mir bitte verraten, wie es weitergeht. Dankeschön und viele Grüße Dagmar

  • Hallo Thomas,
    sehr schöne Beschreibung. Allerdings kann ich den oben angekündigten Link zum Sauerteig-Roggenbrot nicht finden
    Matthias

    • Hi Matthias!
      Das Rezept schicke ich Dir vorab per Mail, veröffentlichen kann ich es leider erst in den nächsten Tagen. Sorry für die Umstände!
      LG

      // Nachtrag: Das Rezept ist nun im Text verlinkt.

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