Bison Burger mit Duroc Naturbacon von gourmetfleisch.de

Bison Burger mit Duroc-Naturbacon von gourmetfleisch.de

Neulich kam ein feines Paket von gourmetfleisch.de in’s Haus geflattert: Enthalten war der Duroc-Bacon Natur, also ungepökelter und ungeräucherter Bauchspeck vom Duroc-Schwein, und ein Set für Bison Burger. Heisse Ware, tiefgekühlt.

Ich muss zugeben, dass mir die detailverliebte Aufmachung mit Stanzungen und Druck, sowie die hochwertige Verpackung ziemlich gut gefallen haben. Ich glaube man freut sich umso mehr auf den Inhalt, wenn das Öffnen der Fleischlieferung an das Öffnen eines Geschenks erinnert. 😉

Tagelang riefen die Zutaten mir aus dem Tiefkühlfach zu, aber ich hatte Bammel. Beim Duroc-Bauch habe ich mich immer wieder gefragt: Ist das eigentlich Bacon oder Bauchspeck? Bacon war für mich bisher eigentlich immer am Stück, gepökelt und geräuchert. Im Gegensatz dazu kenne ich geschnittenen Bauchspeck unter anderem als dickere, marinierte oder gewürzte Scheiben z.B. als Grillfackeln. Aber Grillfackeln auf einem Burger?! Um ehrlich zu sein: Ich wusste erstmal gar nicht, was ich mit den dicken Scheiben machen sollte.

Aber es hilft ja alles nichts – Also ran an den Bauchspeck!

Nach dem langsamen Auftauen von Patties und Naturbacon über 24 Stunden konnte ich dann Abends loslegen. Aber womit loslegen? In der ersten Stunde wurden dann zuerst verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten für den Schweinebauch getestet: Mit und ohne Haut, pur in der Pfanne, dann mit verschiedenen Ölen und Schmalz. Das gleiche nochmal im Ofen.

Das Ergebnis: Der sanfte Duroc-Geschmack kommt gut durch, möchte aber Aromen von Gewürzen aufnehmen und intensivieren. Die Konsistenz ist bisher aber irgendwie noch ein Hindernis… mundgerechte Happen sind gut essbar, als ganze Streifen aber nur mit Mühe abzubeißen und damit auf einem Burger nur bedingt angenehm.

Daraus gelernt: Weniger Temperatur, mehr Zeit. Also lag der Fokus schnell auf der Zubereitung im Backofen.

Bison Burger brutzeln!

Am Ende war für diesen Bison Burger das beste Ergebnis den Duroc-Bauch auf Alufolie zu legen, mit dem Southern Slut Rub zu würzen und im vorgeheizten Ofen bei 120°C Umluft zunächst für 5 Minuten anzugaren. In der Zeit konnte ich in Ruhe eine Mischung aus jeweils einem Teil Ahornsirup, einem Teil Stubb’s BBQ Sauce und einem Teil Balsamico-Essig für die Duroc-Streifen im Backofen anrühren. Beim ersten Bestreichen nach besagten fünf Minuten sollte die Temperatur im Ofen auf etwa 150°C erhöht werden, danach wurde weitere viermal alle fünf Minuten mit der Soße bestrichen und die Streifen gewendet. So bekamen die Bauchscheiben ein herzhaftes Aroma und wurden etwas zarter, was die Gesamtkonsistenz des Burgers merklich verbessert hat.


Die kurzen Pausen von fünf Minuten zwischen dem Einpinseln habe ich genutzt und den Käse, hier ein LeGruyere, gerieben und die Fleischwaren und Brötchen aus ihrer Verpackung entfernt. Die Zwiebeln für den Burger konnte ich in einer der Wartezeiten zwischen dem Bestreichen ebenso zubereiten. Dazu wurde einfach eine Zwiebel in Ringe geschnitten, in der Pfanne mit Butterschmalz angebräunt und anschließend mit etwas Essig abgelöscht. Als die Flüssigkeit verdampft war, wurden die Zwiebeln vom Herd genommen und etwas Zucker und gemahlenen Pfeffer untergerührt.

Beim letzten Bestreichen gingen dann auch endlich die grob gesalzenen Patties für die Bison Burger in die vorgeheizte Pfanne. Tiefkühl-Patties brate ich eigentlich immer bei voller Hitze insgesamt drei Minuten und wende sie dabei etwa alle 45 Sekunden. Vorgeformte Patties krümmen sich beim Braten meistens, so kann man das ausgleichen und bekommt eigentlich an jeder Stelle eine schöne braune Kruste. Die mitgelieferten Buns wurden kurz angeröstet, sodass ich den Burger zügig aufbauen konnte: Zuerst die Unterseite vom Brötchen, darauf die Zwiebeln, dann das Fleisch, darüber der Käse, anschließend der Bacon, zwei Gewürzgürkchen und zuletzt ein Senf-Mayonnaise-Gemisch auf die Schnittseite der oberen Brötchenhälfte. Zusammenklappen, fertig! Und so sah der Bison Burger mit Duroc-Naturbacon dann aus:

“Mmmmhm, This is a tasty Burger!” 🙂

Die Brötchen sind fluffig und groß, tragen den schweren Inhalt, insgesamt ca. 400 Gramm, grundsolide. Viele Buns hätten hier schon schlappgemacht. Das magere Bison-Fleisch ist so herzhaft und hat medium/medium-rare eine wunderbare Konsistenz. Der Duroc-Bauch selbst ist inzwischen zart und hat eine würzige Note, die mit süßem BBQ-Aroma das Bison-Patty toll untermalt. Die Zwiebeln, der Käse, Gürkchen und Senf-Mayo, zusammen mit den zwei fleischigen Komponenten ein Traum und tolles Wechselspiel im Mund.

Probiert’s mal aus! 🙂

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