Burger & Bier: Craftbiertasting in der fetten Kuh

Burger & Bier - Craftbiertasting bei "Die fette Kuh"

Die Fette Kuh bietet schon länger verschiedene Craftbiere an, bei der doch recht großen Auswahl das richtige Gebräu zum Burger zu finden ist trotzdem nicht ganz einfach. Für mich war das Grund genug, das “Burger & Bier – Craftbiertasting” am 02.06.2015 zu besuchen und mir einen Überblick zu verschaffen.

Durstig, hungrig, die Kamera um die Schulter geworfen und mit meiner Freundin an der Hand ging’s um 19 Uhr in die Südstadt, wo uns laut Teaser im Facebook-Event sechs Craftbiere und drei verschiedene Slider erwarteten. Beim Einlass wurde uns sofort das erste Bier gereicht: Ein Kölner Wiess von Mühlen Kölsch. Das ist aber – soweit ich weiss – (noch?) nicht im Verkauf. Nachdem sich alle Gäste eingefunden und gesetzt hatten eröffnete die Bieragentur Dortmund den Abend mit der Vorstellung der Verantwortlichen. Geschichtliche Hintergründe, Erklärungen zum Geschmack und den ausliegenden Aromarädern, sowie Hopfen und Malz zum Riechen rundeten die Sache ab. Nach der Eröffnung des Abends wurden leckere “kölsche Tapas” gereicht, also Flönz (Blutwurstbrot), halve Hahn (Käsebrot), Leberwurstschnittchen und Mettwürstchen.


Bier Nummer zwei war das Bayerisch Nizza. Das süßlich-zitrusfruchtige Bier ist super für den Sommer, mit der feinen Kohlensäure eine tolle Erfrischung an heißen Tagen.

Dann kam der erste Slider vom Teriyaki-Burger. Perfekt medium, mit frischer Avocado und einer köstlichen Teriyaki-Sosse und Sesam-Mayonnaise.

Danach wurde das Sierra Nevada Pale Ale ausgegeben. Das kalifornische Bier ist inzwischen sehr bekannt und darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Mit dem Backbone Splitter kam dann meine Bier-Offenbarung des Abends auf den Tisch. Es ist sehr würzig, hat intensive Hopfennotzen und ist durch den ganz eigenen Charakter mein aktuelles Lieblingsbier. Also ruhig mal probieren! :-)

Mit dem Backbone Splitter wurde dann mit dem BBQ-Burger der zweite Slider bzw. Burger gereicht: hausgemachte BBQ-Sauce, Bacon, Käse, und ein wiedermal perfekt medium gebratenes Patty. Ein Traum!


Das letzte Drittel beim Craftbiertasting eröffnete Martin Block mit “Das Fette IPA”. Mit dem gut gehopften und vollmundigem Bier hat “Die fette Kuh” im April 2015 ihr eigenes Indian Pale Ale auf den Markt geworfen, natürlich ganz im Design des Ladens. Das Bier selbst braut Sebastian Sauer von Freigeist Bierkultur und kommt nach einer positiven andauernden Testphase vielleicht sogar in den Einzelhandel.

Anschließend gab es von Schneiders Weisse das “Unser Aventinus”. Das malzig-süßliche Doppelbockweizen trifft meinen Geschmack ziemlich gut, der zeitgleich servierte Wochenburger mit gebratenem Mais-Paprika-Gemüse, Chili-Ketchup und Monterey Jack-Käse sorgte mit seinen süßen Komponenten für ein leichtes, rundes Geschmackserlebnis. Trotz der durchaus üppigen Verpflegung habe ich die letzten Tropfen Fleischsaft mit Brötchenresten weggewischt – Lecker!

Am Ende vom Craftbiertasting kam dann Absacker und Highlight zugleich: Es gab noch ein Bockbier aus Schneiders Weisse Aventinus. Das gefrorene Bier wurde einige Minuten vor dem Servieren kopfüber aufgestellt, sodaß sich der Alkohol (mit niedrigerem Gefrierpunkt als Wasser) durch das Eis arbeitet… und dabei einen Großteil der Aromen in der Essenz konzentriert. Die Intensität des Geschmacks – vorallem im Vergleich zum Bier frisch aus der Flasche – ist überwältigend.


Trotz des hohen Alkoholgehalts des Bockbieres ist auch zur fortgeschrittener Stunde kein Glas leer, alle probieren, schmecken, … und irgendwie war nach dem ein oder anderen Gespräch am Tisch auch wieder Platz im Bauch als Martin Block, Küchenchef in der fetten Kuh, noch das “Dessert” ausgerufen hat: 28 Tage dry aged Ochsenkotelett – mit ordentlich Fett! Das große Stück am Knochen durftet beim Auflegen herrlich, und auch nach dem Servieren werden wir nicht enttäuscht: Geslicet, in mundgerechte Happen geschnitten und gesalzen landet das Fleisch auf den Tischen und wird sofort überfallen… ich freue mich, dass die meisten die (Gott sei Dank!) nicht abgeschnittenen Fettränder verschmähen und lutsche mich mit diesen hoch auf Wolke 7. Tolles, buttriges Aroma von großartigem Fleisch.

Fazit: Ein tolles Craftbiertasting, das mich etwas mehr in die leckere Welt der Craftbiere eingeführt hat. Der kulinarische Faden zog sich durch alle Facetten, auch die Abstimmung der Biere zum Timing der Burger war stimmig. Ich kann das Event jedem Burger- und Bierliebhaber empfehlen – möchte aber anraten eine Person mitzunehmen, die einen später angetrunken und vollgefuttert zur Bahnstation rollen kann. ;-)

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