Rezept für Jamaican Jerk Pork

Rezept für Jamaican Jerk Pork vom Smoker

“Ya, man!” – Ob und wieviel jamaikanisches Blut in Euch steckt, bemerkt Ihr beim ersten Bissen von diesem wahnsinnig leckeren Jamaican Jerk Pork!

Auf Jamaica grillt man, ähnlich wie beim amerikanischen BBQ, viele Gerichte indirekt. Besonders beliebt ist das traditionelle Jamaican Jerk Pork. Man verwendet dafür Schweineschulter oder Schweinenacken, der mit der unglaublich leckeren Jamaican Jerk Marinade gewürzt wird. Wie genau das karibische Fleischgericht zubereitet wird, möchte ich Euch in diesem Rezept nahebringen.

Zutaten für Jamaican Jerk Pork:

Das Fleisch für Jerk Pork vorbereiten

Jamaican Jerk Pork: Schweinenacken einschneidenIch greife sehr gerne auf Schweinenacken zurück. Der hat das nötige Fett um das Fleisch bei dem recht langen Garvorgang bei hoher Temperatur saftig zu halten. Die Vorbereitung ist, wenn die Jerk Sauce erst einmal fertig ist, recht einfach und in ein paar Minuten erledigt. Das Rezept für die Marinade ist in den Zutaten oben verlinkt.

Das Fleisch wird auf ein Schneidebrett gelegt von oben bis zur Hälfte eingeschnitten, als würde man 1,5 cm Steaks aus dem Nacken schneiden wollen oder einen so genannten “Schmetterlingsschnitt” ansetzen wollen. So entstehen im Fleisch kleine Fächer/Lamellen, im unteren Teil bleibt das Fleisch verbunden. Die Jerk Sauce wird dann, bestenfalls in einer großen Dosen, über das Fleisch gegeben und in die Taschen einmassiert. Im Kühlschrank ruht der Schweinenacken dann über Nacht.

Jamaican Jerk Pork grillen

Früher wurde in Erdlöchern gegrillt, heute müssen wir zum Glück nicht mehr im Garten herumgraben. Jeder Grill funktioniert, der einen Temperaturbereich von 130 °C – 150 °C abdecken kann. Das Fleisch wird indirekt, also neben der Hitzequelle, gegart und dabei geräuchert.

Jamaican Jerk Pork: Schweinenacken einschneiden

Traditionell verwenden die Jamaikaner Piementholz oder das Gewächs der Scotch Bonnet-Chilis. Da das für uns in Europa aber kaum greifbar ist, habe ich das Fleisch mit einem Mix aus Apfel- und Mesquite-Chips geräuchert. Dieses Jahr habe ich wieder eigene Chilis im Garten und werde mal nachliefern, wie sehr das den Geschmack verändert.

 

Jamaican Jerk Pork nach ein paar Stunden auf dem GrillEin Meteorit voller Geschmack!

Auf dem Grill bekommt die würzige Marinade mit der Zeit eine kräftig dunkle Farbe – Keine Sorge, hier verbrennt nichts. Die natürlichen Farbstoffe der Zutaten in der Jerk-Marinade werden beim Garen zerstört, so wird die Würzmasse braun. Der Wasserverlust sorgt dann dafür, dass die Jerk-Sauce eine wunderbar knusprige und würzige Kruste bildet. Die Randstücke sind somit immer sehr begehrt. ;-)

 

Fertig ist das Jerk Pork!

Bei einer Kerntemperatur von 82°C kann das Fleisch vom Grill. Die Grilldauer hängt vor allem von der Größe des Fleischstückes ab, deswegen sollte man die Kerntemperatur des Fleisches mit einem digitalen Bratenthermometer messen statt auf Garzeiten zu vertrauen.
Nach einer kurzen Ruhephase wird das Jerk Pork in Scheiben und dann in mundgerechte Happen geschnitten – Jamaican Jerk wird nämlich mit den Fingern gegessen! Ich liebe das Gericht vor allem wegen der würzige und feurig-scharfen Kruste, die mit dem saftigen Fleisch toll harmoniert. In den geschnittenen Taschen ist die Marinade noch feucht, sodaß jeder Bissen saftig und herzhaft würzig schmeckt. So kommen auch Saucenliebhaber voll auf ihre Kosten. Jamaican Jerk Pork hat sich wegen dieser tollen Eigenschaften inzwischen zu einem meiner Lieblingsgerichte vom Grill gemausert.

Jamaican Jerk Pork in Scheiben geschnitten

Probiert’s mal aus! Ich bin mir sicher, ihr werdet es so lieben wie ich. :-)

2 Kommentare

  • Ließe sich das Ganze auch im Backofen mit Grillfunktion umsetzen, wenn ja, wie?

    • Theoretisch geht das natürlich. Ich würde 150°C Ober-/Unterhitze wählen und stündlich für wenige Minuten die Umluft anmachen, damit die Feuchtigkeit abzieht und die wunderprächtige Kruste entsteht. Hoffe das hilft, bei weiteren Fragen einfach hier antworten. LG!

Gib Deinen Senf dazu!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.