Street Food Festival Köln Bloggerführung März 2015

Street Food Festival Köln Bloggerführung März 2015

Foodtruckgism, der;
setzt sich aus dem englischen Wort “Foodtruck” und dem griechischen Suffix “ismus” zusammen und bezeichnet die Vorliebe an fahrbaren Essensausgstreeaben über den Sättigungspunkt hinweg zu essen.

Viele Leute, die schon ein Streetfood-Festival besucht haben oder die Kultur der rollenden Fressbuden gar aus den Staaten kennen, werden sich vielleicht in der oben genannten Definition ein Stück erkannt haben. Bei der insgesamt großen Auswahl durch die vielen Foodtrucks findet man einfach immer wieder kleine Happen, die man ausprobieren möchte. Aber keine Sorge, das Wort natürlich nur erfunden.
Foodtrucks sind inzwischen ziemlich bekannt. Nicht zuletzt auch wegen des boomenden Interesses am Street Food Festival. Das Konzept geht auf: Aus ganz Deutschland rollen die motorisierten Küchen mit wenigen, aber zumeist hochwertigen Gerichten an und verkaufen diese fast Non-Stop über Tage hinweg an hungrige Besucher. Die Eintrittspreise zwischen zwei und drei Euro sind erschwinglich, das Angebot groß und das Essen großartig. Nur logisch, dass sich immer lange Schlangen an den Eingängen bleiben – Aber das Warten lohnt sich.
Für uns ist die Sache heute aber etwas anders. Martin Block hat mit dem Veranstalter des Streetfood-Festivals einen Bloggerrundgang organisiert und verschiedene Schreiberlinge aus der Domstadt eingeladen. Aber zum Anfang.
Es ist Sonntagmorgen, 11:15 Uhr. Etwas zu früh stehen wir vor dem Eingang und warten auf andere Nasen aus der Bloggerszene. Pünktlicher als die Bahn taucht dann Maja von “moey’s kitchen” auf und die ersten Worte werden gewechselt. Zu meinem taggleichen Geburtstag hat sie mir ein Törtchen mitgebracht – Nochmal Danke für diese tolle Geste, liebe Maja! Ein Snack, ein nettes Gespräch… da verging die Zeit schnell und die nächsten Blogger trafen ein. Begrüßung hier, Begrüßung da, … und schon steht Till vor der Meute, die mit Kameras bewaffnet einen fast martialischen Halbkreis um ihn bildet. Till ist der Organisator des Street Food Festival Köln und stolz auf sein Werk, welches in immer mehr Städte expandiert und sich großer Beliebtheit erfreut. Zurecht, wie wir finden. Anschließend gibt es noch einen freundlichen Willkommensgruß von Martin Block, der mit “The Wurst Case Szenario” später noch in unseren Fokus rücken wird… aber es bleibt keine Zeit für einen großen Plausch, wollen wir doch vor der Eröffnung (und somit vor dem üblichen Ansturm der Massen) noch einige Aussteller und deren Gerichte etwas besser kennen lernen.

Den Anfang machte j.kinski mit verschiedenen Sandwiches. Dabei die Brote mit drei verschiedenen Cuts vom Bio-Rind belegt: Filet, Roastbeef und Steakhüfte. Das Fleisch wird geräuchert und sous vide gegart und vor Ort auf der Grillplatte nochmal scharf angebraten, so entstehen noch feine Röstaromen. Zum Coleslaw, der auf jedem Sandwich ist, folgen noch die Toppings, die namensgebend für die kleinen Leckereien sind: “Mr. Crabbs” mit Frühlingszwiebeln und Krabbenmayonnaise, “Green Bay Cheese” mit Jalapenos und Cheddarsoße und zuletzt “The Empirial Frenchman” mit geschmorten Zwiebeln und Trüffelmayonnaise.
Anschließend ging’s zur Strassenküche von Antonio und Thorsten: die Ol Spice Boyz der Strassenküche sind für regelmäßige Besucher schon ein fester Anlaufpunkt in der Streetfood-Szene. Besonders mit ihrem chinesischem Schweinebauch können sie bei uns punkten, aber auch die in Düsseldorf gegessene Laksa war sehr zu empfehlen. Zudem gibt’s hier einen Buchtipp: Das gezeigte Buch “Burger – Homemade Fast Food” ist mit eins der besten und komplettesten uns bekannten Rezeptbücher in der Burgerwelt. Besonders erwähnenswert sind neben den kreativen Burgervariationen die Rezepte für Buns und Brote, sowie Sides (Chips, Süßkartoffelpommes, …. ) Milchshakes und vielem mehr.

Die dritte von sechs Stationen war Los Carnales. Mit “Chilli con Carne ist tot, es leben die Tacos!” wollen sie auf Ihre Tacos aufmerksam machen – die mexikanische Küche ist kreativer, als man hierzulande denkt. Man macht dort viel mit Schokolade und Kakao im allgemeinen, sogar würzige Soßen zu Fleisch – für den deutschen Gaumen wäre das vermutlich aber etwas zu fremd, also passt man die Gerichte – und vorallem die mexikanische Schärfe der Speisen – für den deutschen Gaumen an. Mit vier verschiedenen Salsa, die vier verschiedene Schärfestufen haben, kann man dann seinen Taco aufwerten. Neben gewürztem Schweinefleisch bieten die Jungs aber auch eine Variante mit Rinderzunge an, die ich probieren konnte. Das kräftige Fleisch war im Taco sehr lecker, und mit Schärfestufe 3 konnte man auch das Zusammenspiel mit den anderen Zutaten gut wahrnehmen. Ziemlich lecker!

Mit Station Nummer Vier des Bloggerrundgangs kamen wir beim kleinen Munchkin an. Diese frittieren verschiedene Schokoriegel in einer Teigkruste – das innere zerläuft und wird Eins mit der Teigmasse. Da kommt schweres, aber ziemlich leckeres Gebäck bei heraus. Ob Mars, Snickers oder Bounty: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Nach der süßen Völlerei wird hier und da scherzhaft ein Schnaps “zum Setzen” gefordert, und als hätte man die Rufe erhört landen wir mit Station Fünf bei Pankowalski. Verschiedene Vodka-Variationen warten auf die inzwischen ziemlich gesättigten Blogger. “Es ist kalt, Vodka macht warm!” – Verdammt, ein zweites, durchaus gutes Argument für einen Schnaps am Mittag! Es wurde also der Honigvodka mit Zimt, Ingwer und Kardamom, der erst etwas brennt und dann einen süßen Film auf der Zunge hinterlässt – wärmend, süß und lecker… hat sich gelohnt! Auch die beiden anderen Versionen (Bitterzitrone und Limette-Minze), so lassen die anderen Blogger verlauten, sollen gut geschmeckt haben.

Das Finale der Führung war dann auch unser persönliches Finale. The Wurst Case Szenario ist ein Ableger von der fetten Kuh, die ihr Wissen um Fleisch, Brot und Toppings nun in eine längliche Form bringen: Premium-HotDogs aus dem Airstream. Mit kreativen Kombinationen, wie z.B. dem “Weiss Dog” mit Weißwurst und Laugenbrötchen oder dem “Chili Dog” mit Chili Con Carne, ist für jeden Geschmack etwas dabei… Notfalls ein kleiner Blueberry-Cheesecake oder das “Soft Shell Crab Sandwich”. Letzteres ist mit 9,30 Euro zwar nicht ganz billig ist, aber das hat seinen Grund; Die “Soft Shell Crab” ist eine echte Krabbe, die zum Abwerfen des Panzers in freier Wildbahn an Land kommt. Nach dem Abwurf der alten Außenhaut ist der neue Panzer noch nicht ausgehärtet und sehr weich… und so landet die Krabbe, paniert und frittiert, zwischen zwei Brötchenhälften und wird mit verschiedenen Gewürzen und Mayonnaise garniert. Der Geschmack ist überwältigend, saftig und unglaublich herzhaft – Unangefochten für mich das absolute Highlight dieses Streetfood Festivals. Das Softshell Crab Sandwich sagt auch Leuten zu, bei denen sonst weniger Fisch oder Meeresfrüchte auf dem Teller landen – Auf jeden Fall probieren!

Nach der eigentlichen Führung waren wir noch mit Uwe Feller verabredet. Wer Uwe nicht kennt hat beim Betreten des Festivals auf jeden Fall seine feinen Speisen gerochen: Er war mit seinem Speisewagen für den unglaublich guten Käseduft im Eingangsbereich verantwortlich. “Immer der Nase nach!” ist die Devise, und so präsentiert uns die freundliche Crew aus dem umgebauten UPS-Truck nach einem kurzen Plausch stolz die hausgemachten Käsespätzle. Und obwohl bereits die Völlerei der Bloggerführung hinter uns lag konnten wir neben den sowieso schon deftigen Kasspätzle auf ein besonderes Schmankerl nicht verzichten: Bäckchen vom Duroc-Schwein in einer dunklen Bratensoße. Und das klingt nicht einmal annähernd so gut, wie es geschmeckt hat! Das Fleisch war, trotz der kräftigen Soße, intensiv im Eigengeschmack und so zart, dass es im Mund mit der Zunge zerdrückt werden konnte. Großes Gaumenkino, das war bestimmt nicht die letzte Portion.
Als letzte Station, die hatten wir uns noch auf die To-Do-Liste geschrieben, stand “Ball Street Burger”. Das ist ein Quasi-Burger, der besonders gut beim Gehen gegessen werden kann. Darum hat man die Grundzutaten eines Burgers in eine neue Form gebracht: Ein Ball aus irischem Rindfleisch und Cheddar, der in einem Teigmantel gebacken wird. Kann man mal machen!
Dehly & DeSander hat mit ihrer Patisserie auch einen Stand im Innenbereich gehabt und verschiedene Süßspeisen angeboten. Die Macarons, Cupcakes und Törtchen in unzähligen Varianten machen süchtig – wer einmal da war, kauft vermutlich beim nächsten Besuch auch wieder Naschzeug. Wegen einer soliden Verpackung bietet es sich sogar an, die Süßwaren erst auf dem heimische Sofa zu verpeisen.

Zuletzt: Vielen Dank an alle Köche, Aussteller und Organisatoren der Street Food Festival Köln Bloggerführung! :-)

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