Burger Clash Köln – Wo gibt’s den besten Burger?

Bacon Bomb Burger vom Speisewagen beim Burger Clash Köln

Und Block sprach: Es werden Burger.

Da hatte Martin Block von soupsfornoobs.com eine tolle Idee: Foodtrucks mit Burgern mögen sich versammeln und um die Gunst der hungrigen Besucher werben. Wer serviert den geilsten Burger?

Heute, am 08.05.2015, war das Odonien in Köln Gastgeber für den ersten “Burger Clash”. Foodtrucks und Straßenküchen aus dem Umland trafen sich für ein Battle, das es so in Köln noch nicht gegeben hat. Beim Eingang wurden jedem Besucher bei einem Eintrittspreis von 3 EUR postkartenähnliche Flyer mit einer simplen Frage in die Hand gedrückt: “Wer ist Deiner Meinung nach der Burger Clash Champion?”

Nach einem langen Tag im Büro knurrt zwar der Magen, alle Leckereien auf den Bildern habe ich dennoch nicht essen können… dessen war ich mir natürlich vorher schon bewusst, also führte mich mein vorab festgelegter Weg zuerst zu Uwe Feller.

Uwe war beim Bloggerrundgang des Street Food Festivals im März schon ein Highlight. Damals hatte sein “Speisewagen” feine Käsespätzle mit Bäckchen vom Duroc-Schwein serviert, heute gab es den “Bacon Bomb Burger”. Ich hatte auf Facebook schon ein paar Bilder der Vorbereitung geshared, und meine Vorfreude war nicht umsonst: Das war mit weitem Abstand die beste BaconBomb, die ich je gegessen habe. Geschmacklich eine Wucht, aber endlich hat mir die Konsistenz zugesagt. Grobes Hack, geschmacklich Spitzenklasse und rauchige Noten der BBQ-Sauce, vom Bacon und von den Smokewood Räucher-Chips. Dazu steht an diesem Wochenende noch Camillo von DonCaruso am Monstersmoker… da kann einfach nichts mehr schief gehen.


Bei “GuaBao” wurde es dann interessant. Eigentlich dampft man dort Hefetaschen auf und füllt sie mit verschiedenen Leckereien. Heute, ganz im Sinne des Burger Clash, hat man sich etwas anderes einfallen lassen. Zwar ist es kein Einhornfleisch, aber köstlich duftender karamellisierter Schweinebauch. Die genauen Zutaten seht Ihr auf dem Schild, allerdings gab es ein richtiges Burgerbrötchen drumrum. Das Bun wurde zum Servieren mit Mangopaste bestrichen.


Dann ging’s weiter zu Raph’s BBQ. Inzwischen ist Raphael mit seiner Crew weit über die kölner Grenzen hinaus bekannt und bringt kreative Gerichte an den experimentierfreudigen Esser. Weit vor der Konkurrenz gingen Burger mit Erdnussbutter über die Theke und auch heute ist der “Peanut Butter Bacon Burger” noch sehr beliebt. Zu meiner großen Verwunderung fand ich heute einen “Lutherburger” auf der Speisekarte. Das ist ein Burger in einem Donut. Ich habe ihn vor ein paar Jahren “double” gegessen (also einen Donut oben, einen unten), hier wurde ein Donut halbiert. Wer Kalorien zählt, sollte hier aber mal kurz pausieren. Die Süße vom Donut verändert den Gesamtgeschmack aller Zutaten, und das sollte man wirklich mal probieren. Wer sich das nicht vorstellen kann, dem empfehle ich den “sanften” Einstieg mit Candy-Bacon.


Weiter führte mich der Weg an j.kinski vorbei – da konnte ich aber leider nichts sehen, weil gerade nichts fertig war. Besonders interessant war die Straßenküche von kochdichtürrkisch.de. Mit einem Sucuk-Burger bringt das Team um Orhan Tançgil türkische Einflüsse in die Burgerwelt. Nebenan gab es Mini Köfte-Burger vom Libanesen, und beim nächsten stand blieb ich doch etwas erstaunt stehen. Cheesecake-Burger? Strawberry Cheesecake-Burger? Interessant! Mein Fokus lag aber dann auf dem Zwiebel-Miso-Chutney, Wasabi-Sesam-Mayo und frittiertem Ingwer. Eine feine Kombination, die mich auf paar Ideen gebracht hat…


Frisch gemachtes Naan-Brot, gefüllt mit Chicken Tikka – was man vom Inder kennt, kann hier nicht verkehrt sein. Außerdem hat man in einem Patty noch Kalbs- und Schweinefleisch als Alternative verarbeitet. Der Koreaner vom Stand nebenan posierte mit “Sweet Beef”- und “Spicy Pork”-Burgern.


Mit schon viel zu vollem Magen war die letzte Station die “Surf & Turf”-Station von FischArt BBQ. Die inzwischen international bekannten Kreationen waren für mich immer mal wieder eine Nascherei wert – nun konnte ich auch etwas über die Produkte erfahren und probierte zum ersten mal den Triple Cheese Surf & Turf-Burger. Zwei Sorten Cheddar und Guinness-Bier für die Käsesoße, mit Whiskey abgeschreckte Zwiebeln, Krabben und ein perfekt medium gegartes Patty… ziemlich lecker, kann ich absolut empfehlen!


Mit vollem Bauch bin ich ziemlich zufrieden vom Gelände gegangen. Es gibt eine große Vielfalt an internationalen Burgerkreationen, viele Klassiker und die beste Bacon Bomb zwischen zwei Brötchenhälften weit und breit. Hingehen lohnt sich, und ich hoffe dass das nicht der letzte “Burger Clash” in Köln war.

Nachtrag: Der Speisewagen mit dem „Bacon Bomb Burger“ wurde am Samstag feierlich zum „Burger Clash Winner 2015“ ernannt – Glückwunsch an Uwe Feller und sein Team!

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